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Erfurt

Reiseziel Erfurt in Thüringen

Thüringen Erfurt Dom Nacht

Erfurter Dom in Thüringen bei Nacht

Lieblich ist die von Flüssen durchzogene Landschaft des Thüringer Beckens. Und gekrönt wird dieses natürliche Areal von historischen Stadtschönheiten wie Weimar, Gotha, Jena und der Hauptstadt des Freistaates Thüringen: Erfurt. Die Stadt ist eine wahre Perle. Zu ihren Vorzügen zählen die sehenswerten Bauten vergangener Zeiten wie der beeindruckende Dom, die Alte Synagoge und die romantische Krämerbrücke ebenso wie das innerstädtische Treiben rund um den Anger und ihre sehr abwechslungsreiche Kunst- und Kulturszene. Aber es sind vor allem die Erfurter selbst, die schon allein aufgrund ihres freundlichen Naturells ausgesprochen gute Gastgeber sind und mit der bodenständigen und köstlichen Thüringer Küche die Besucher beeindrucken. Nicht immer dreht sich das gastronomische Geschehen um die populären Klöße, Bratwürste, Soßen und Braten. In Erfurts Küchen und Hotels ist die große weite Welt zu Hause. Das gemäßigte, warme Klima in der Erfurter Region macht sie zu einem attraktiven Ganzjahresziel.

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Erfurt – Landeshauptstadt im grünen Herzen Deutschlands – wurde einstmals auch als das „thüringische Rom“ bezeichnet, was sich auf die Vielzahl der Kirchen und Klöster zurückführen lässt. Der Besucher wird in dem wunderschönen, mittelalterlichen Stadtkern, neben prächtigen Renaissancebauten, auch liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser und verwinkelte, romantische Gassen bewundern können.

(Erfurt in 5 Minuten von 22Places – Reisefotografie)

Die Schlüssel zur Stadt – die ErfurtCard mobil und classic

Sie sind das komfortable Ticket für die Nutzung der Erfurter Verkehrsmittel bei einem Urlaub in Thüringen. Reiseperfektionisten lösen die ErfurtCard schon vor Reiseantritt bequem online. Einmal in der Landeshauptstadt angekommen, bekommt man sie bei der Erfurter Tourist Information am Benedictsplatz 1, an den Ticketschaltern des Öffentlichen Nahverkehrs und an vielen Hotelrezeptionen. Die ErfurtCard ist 48 Stunden gültig. Die Stunden zählen von der ersten Nutzung an. Pro Person schlägt sie mit einem attraktiven Preis von 17,90 EUR in der Kategorie mobil zu Buche und eröffnet ihrem Nutzer neben den Transportleistungen ein kompaktes Paket an kostenfreien und ermäßigten touristischen Leistungen. Als bester Auftakt für einen gelungenen Aufenthalt in Erfurt beinhaltet die Städtekarte einen geführten Altstadtrundgang von zwei Stunden, der vorab online gebucht werden kann.

Tipp: In der Vorweihnachtszeit haben sich die Erfurter etwas ganz Besonderes ausgedacht. Dann führt der interessante Rundgang die Besucher zum Weihnachtstreiben auf dem Domplatz.

Inkludierte Leistungen der ErfurtCard mobil: – freie Nutzung von Stadtbahn und Bus – freier Eintritt zu den Museen und Ausstellungen der Stadt Erfurt – freier Eintritt zur Alten Synagoge und zum Erfurter Schatz
Einige ermäßigte Leistungen der ErfurtCard mobil und classic (Auszug): – Besuch der Zitadelle Petersberg mit Aufstieg und Funzelführung – Fahrt mit der historischen Straßenbahn – Führung durch das Augustinerkloster
Einige rabattierte Leistungen (Auszug): – Theater Waidspeicher mit dem Puppentheater Erfurt und dem Kabarett „Die Arche“ – Theater Erfurt und Theater „Die Schotte – Thüringer Zoopark und egapark mit Gartenbaumuseum

 

Wer sich für die ErfurtCard classic entscheidet, zahlt pro Person 12,90 EUR und entdeckt die herrliche Landeshauptstadt zu Fuß. Mehr Flexibilität und einen größeren Aktionsradius bietet die ErfurtCard mobil. Führungen und Rundgänge werden für Einzelpersonen, Familien und Gruppen angeboten und müssen vorab telefonisch oder online reserviert werden. Der Onlineshop der Erfurt Tourist Information ist gut bestückt mit interessantem Kartenmaterial, Veranstaltungsplänen und Reiseideen. Mit der Download-Funktion lassen sich die inspirierenden Informationen schnell und unkompliziert auf den heimischen PC herunterladen. (Preise ErfurtCard Stand März 2017)

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Ein wenig Erfurter Geschichte

Urkundlich erstmals erwähnt wurde Erfurt im Jahr 742 als Großsiedlung und Bistum. Karl der Große räumte der Stadt im Jahr 805 das Privileg des Marktrechts ein und legitimierte sie damit zum Handelsplatz ersten Ranges an der Grenze zum Frankenreich. Westlich von Erfurt verlief die alte Handelsstraße von Lübeck nach Nürnberg, auf der begehrte Waren wie Pottasche, Erze, Fisch, Stoffe und Salz transportiert wurden. Kaiser Ludwig IV. erteilte Erfurt 1331 das Messeprivileg. Die Großsiedlung im Thüringer Becken mauserte sich im späten Mittelalter zu einer attraktiven und selbstbewussten Stadt mit rund 20.000 Einwohnern, die zudem seit 1379 ein Gründungsprivileg für eine städtische Universität ihr Eigen nannte. Die prosperierende Stadt in schönster Lage weckte Begehrlichkeiten bei den Mainzer Kurfürsten. 1664 wurde Erfurt den Mainzern zugesprochen, 1802 wurde sie Teil Preußens und von 1806 bis 1814 wurde Erfurt gar Fürstentum unter französischer Herrschaft. Nach diesem charmanten Intermezzo führten gemäß den Vereinbarungen des Wiener Kongresses ab 1815 erneut die Preußen Regie. Wappen und Stadtlogo Erfurts zeigen das Mainzer Rad. Sechs silberne Speichen auf rotem Grund, von denen zwei Speichen senkrecht zueinander stehen, symbolisieren die über tausendjährige Zugehörigkeit zum Bistum Mainz. Das Rad löste im 13. Jahrhundert den Stadtheiligen Martin ab und verlieh Münzen und Dokumenten den offiziellen Status. Die Städte Mainz und Erfurt sind im Rahmen einer Städtekooperation seit 1988 verpartnert.

Nicht umsonst kann sich die Stadt rühmen, eine der schönsten, mittelalterlichen Altstädte zu besitzen. Gleichzeitig pulsiert in dieser modernen Universitätsstadt aber auch quirliges Leben, welches sich den Gästen auf ihrer Erkundungstour zwischen Domberg, Rathaus und Krämerbrücke präsentiert. Gemütliche Kneipen und Gaststätten laden zum erholsamen Verweilen ein. Eine leckere „Thüringer Bratwurst“ ist dabei ein unbedingtes Muss!

Quelle von Wohlstand und Reichtum – der Färberwaid in Erfurt

Die fruchtbaren Böden des Erfurter Umlandes und das gemäßigte Klima in der Region begünstigen das Pflanzenwachstum. Aus einer historischen Landgüterordnung von 795 lassen sich die Verbreitung und die Bedeutung des Färberwaids, einer alten Kulturpflanze zum Färben von Tuchen, erkennen. Der Thüringer Waid galt aufgrund seiner Farbintensität als sehr wertvolles Gut. Die Pflanzenfarbstoffe waren eine begehrte Handelsware und durften in streng festgelegten Mengen auf den Märkten gehandelt werden. Neben den Waidbauern und den Herstellern der begehrten braunen, grünen, blauen und schwarzen Farbmasse waren zahlreiche Handwerke am Prozess und der weiteren Verwendung des Färberwaids beteiligt. Weber, Färber und Schneider profitierten vom Waid ebenso wie die Händler. Der Waidhandel war ausschließlich Bürgern der Stadt Erfurt vorbehalten. Für die Dauer von 400 Jahren wurde auf dem Erfurter Anger, der zu jener Zeit den Namen Weydtmarkt trug, mit den Pflanzenballen gehandelt. Beginn und Ende des lebhaften Markttreibens läutete die Waidglocke von der benachbarten Kirche Sankt Viti ein. Straßennamen wie Waidpfad, Waidmühlenweg, Waidspeicher und Waidwäsche verweisen auf die enorme Bedeutung des Färberwaids für den Reichtum der Stadt Erfurt. Überliefert ist der Waid auch als das „Goldene Vlies Thüringens“.

Eine Brücke mit großer Vergangenheit – die Erfurter Krämerbrücke

Während der berühmteste Student Erfurts, Martin Luther, den Reichtum an Türmen bewunderte, verglichen andere die Stadt wegen ihrer üppigen Ausstattung an Brücken gern mit Venedig oder gar die Krämerbrücke mit dem florentinischen Ponte Vecchio. Anziehend auf Besucher wirken Türme und Brücken gleichermaßen. Und so zieht es bis zu 50.000 Gäste täglich in den Bann der mit Fachwerkhäusern geschmückten Krämerbrücke. Um das Wohl der schönen Brücke bemühen sich die Denkmalschützer aus nah und fern ebenso wie die Stiftung Krämerbrücke und vor allem die Stadtväter und die stolzen Brückenbewohner.

Thüringen Erfurt Krämerbrücke

Die Krämerbrücke Erfurt in Thüringen

Die 120 m lange Brücke ist vollständig bebaut und belegt unter den Sehenswürdigkeiten Erfurts den ersten Rang. Ganz am Puls der Zeit präsentiert sie sich auch virtuell mit einer sehr informativen und gelungenen Homepage in fünf Sprachen. Im Haus Krämerbrücke 31 informiert die Stiftung über Historie, Gegenwart und Zukunft der Brücke.

(Auf der Krämerbrücke in Erfurt mit Nescolino)

Die Krämerbrücke ist vom Hauptbahnhof ausgehend mit den Straßenbahnen der Linien 3, 4 und 6 Ausstieg Haltestelle Fischmarkt zu erreichen. Bei einem Stadtrundgang durch die Straßen und Gässchen Erfurts fallen dem Betrachter die Schilder mit dem Aufdruck „Via Regia“ ins Auge. Diese alte Handelsstraße ist eng verbunden mit dem Aufstieg Erfurts zu einem wichtigen, europäischen Marktplatz und Knotenpunkt.

Tipp: Die Krämerbrücke hält als wahres Prunkstück jedes Jahr am dritten Juniwochenende Hof und lädt bereits seit 1975 zum Krämerbrückenfest. Das Fest ist mittlerweile das größtes Volksfest Thüringens.

Wussten Sie das schon von Erfurt?

Die Stadt Erfurt ist mit mehr als 230 Brücken und Stegen ausgestattet. Daraus speist sich der gern gezogene Vergleich mit Venedig. 34 Brücken sind historisch relevant, da sie als Bogen- und Gewölbebrücken Aufschluss über die außerordentlichen Künste ihrer Erbauer geben. Besonderer Wertschätzung erfreut sich die Krämerbrücke. Für den allgegenwärtigen Venedig-Effekt sorgen das mäandernde Flüßchen Gera und seine kleinen Nebenarme. Der sanfte Fluss speist sich aus zwei Quellmüttern: der Wilden Gera und der Zahmen Gera. Beide erblicken am Berg Schneekopf (978 m) das Licht des Thüringer Waldes. Bei der Schmalen Gera handelt es sich um einen Nebenarm, den die Gera in Erfurt über lange Strecken bildet. Im Landkreis Sömmerda mündet die Gera in die Unstrut.

Die vielen, historischen Sehenswürdigkeiten befinden sich vorwiegend dicht beieinander und erfordern keine große Fußtouren. Beginnend am Domplatz, welcher von einer beschaulichen Kulisse kleiner, idyllischer Fachwerkhäuser tangiert wird, fallen der Mariendom und die Klosterkirche St. Severi sofort ins Auge. Gleich gegenüber erhebt sich die Zitadelle Petersberg. Ein kurzer Spaziergang durch die Marktstraße führt dann zum Fischmarkt mit seinem neugotischen Rathaus und den prachtvollen Häusern ehemaliger Waidhändler. Wunderschön ist dabei „Das Haus zum roten Ochsen“ anzusehen. In unmittelbarer Nähe befindet sich die „Kleine Synagoge“. Anschließend bietet das Michaelisviertel, mit seiner gleichnamigen Kirche, der alten Universität, dem Haus „Zum Güldenen Krönbacken“ und dem Augustinerkloster, viel Grund zum Staunen. Letztendlicher Höhepunkt ist das wohl bekannteste Ziel – die Krämerbrücke. Bewohnt und bebaut mit reizvollen Fachwerkbauten, war sie einst Wohnort der Edelkrämer und Goldschmiede.

Erfurt bietet eine solche Fülle an Interessantem und Entdeckenswertem, dass die Länge des Aufenthaltes eher großzügig bemessen sein sollte. Wer in kurzer Zeit ein Maximum von Erfurt sehen möchte, konzentriert sich auf die Altstadt, den Domplatz, den Anger und die fußläufig erreichbaren Areale rundherum.

Der Erfurter Anger

Der Erfurter Anger ist die pulsierende Lebensader und die Flaniermeile Nummer 1. Er befindet sich im südöstlichen Teil der abwechslungsreichen und gut erhaltenen Altstadt. Seine erste urkundliche Erwähnung geht auf das Jahr 1196 zurück. Im 14. Jahrhundert stieg der Anger zum Handelsplatz für den kostbaren Waid auf und er blieb es für 300 Jahre. Das Angermuseum hat sich im ehemals kurmainzischen Palais Am Anger Nr. 18 angesiedelt. Erfurt AngerDer Stadtheilige Sankt Martin überwacht vom Giebel aus das Treiben. Im südwestlichen Teil des Angers an der Neuwerkstraße steht seit 1890 der Angerbrunnen. Zu jener Zeit wurde die städtische Wasserversorgung vollendet. Der Brunnen im Stil des Neobarock krönt als Nutzbrunnen und als Schmuckbrunnen diesen Meilenstein. Knapp 500 m trennen den historischen Angerbrunnen von seinem modernen Gegenstück am nordöstlichen Ende des Angers. Seit 1979 sprudelt dort der Neue Angerbrunnen. Seit dem 17. Jahrhundert haben sich im Kloster Anger Nr. 5 die Ursulinen niedergelassen. Das Kloster hat seine Wurzeln im 12. Jahrhundert. Die Chorfrauen der Augustiner und die Magdalenerinnen siedelten sich schon vor den Ursulinerinnen an. Die gotische Kirche stammt aus dem 13. Jahrhundert. Sie wurde bis heute mehrfach umgebaut und erneuert.

Außer viel mittelalterlicher Historie bietet die Landeshauptstadt noch Vieles mehr. So sind Kunst- und Geschichtsmuseen genauso vertreten, als auch mehrere Theater und Kabaretts. Ein breites Angebot an vielfältigen Veranstaltungen, wie z.B. das Krämerbrückenfest, Domstufenfestspiele oder Töpfermarkt, lassen keine Langeweile aufkommen. Shoppingfreunde kommen bei einem Bummel in Erfurts Einkaufsmeile, dem Anger, ganz gewiss auf ihre Kosten. Hier laden elegante Geschäfte und große Einkaufszentren zum Schauen und Kaufen ein. Ist dann Erholung angesagt, bietet ein inspirierender Spaziergang durch die Parks und Gärten der Stadt entspannenden Ausgleich. Alles in allem wird ein Besuch in der Stadt Erfurt sicher einen großen und positiven Erinnerungswert haben.

Links und rechts der Krämerbrücke – Fischmarkt und Wenigemarkt

Erfurt Fischmarkt und RathausMitunter gibt der Name schon die Richtung vor: Auf dem Fischmarkt wurde einst mit Fisch gehandelt. Auf dem Wenigemarkt gab es „weniger“ als auf dem großen Domplatzmarkt. Der Wenigemarkt ist ein äußerst angenehmer Platz zum Verweilen. Cafés und Restaurants zeigen sich zahlreich und als originelle Vertreter der Thüringer Gastlichkeit. Über dem entspannten Treiben wacht die einzige Brückenkopfkirche Erfurts: die 1110 erstmals erwähnte Kirche Sankt Ägidien. Ihr Pendant am anderen Ende der Krämerbrücke, die Benedictikirche, wurde im 19. Jahrhundert abgerissen.

Erfurt Wenigemarkt

Ein fantastischer Blick auf die Altstadt eröffnet sich dem Besucher des Turms der Ägidienkirche. Das begehbare Tor des Kirchturms stellt die Verbindung zur Krämerbrücke her. Der Fischmarkt ist das Wohnzimmer Erfurts oder eher die bürgerliche „Gute Stube“. Hier zeigt das imposante Gebäude des Erfurter Rathauses den Stolz der Bürger. Rund um den Fischmarkt stehen Bürgerhäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Sie tragen Namen wie „Zum roten Ochsen“, „Zur güldenen Krone“, „Zum güldenen Löwen“, „Zur Halben Eisernen Tür“ und „Zum breiten Herd“. Auf der Säule im Zentrum des Fischmarktes stand vormals der Erfurter Stadtheilige Sankt Martin. Im 16. Jahrhundert musste er weichen. An seine Stelle trat die Figur des Kriegers mit den Insignien des Römischen Reiches, den die Ratsherren als stolzes Zeichen ihrer Unabhängigkeit wählten.

Tipp: In der Waagegasse 8 dieses Quartiers liegt die Alte Synagoge. In den Kellerräumen der Synagoge können Besucher den legendären Erfurter Schatz in Augenschein nehmen.

Die Alte Synagoge, der Erfurter Schatz und die Mikwe

Im Mittelalter genoss die Jüdische Gemeinde Erfurts hohes Ansehen. Die Alte Synagoge war das spirituelle und soziale Zentrum der Gemeinde. Teilbereiche der Synagoge stammen aus dem 11. Jahrhundert. Sie gilt heute als die älteste Synagoge Mitteleuropas, die in dieser Gestalt bis zum Dach erhalten ist. Im Jahr 1998 wurde auf einem benachbarten Grundstück in der Michaelisstraße der Erfurter Schatz gefunden. 28 kg Silber in Münzen und Barren sowie wertvoller Goldschmuck aus Meisterhand machen diesen Fund zur Sensation. Thüringen Erfurt DomplatzSeit 2009 ist aus der Alten Synagoge ein spannendes Museum geworden, zu dem auch die Mittelalterliche Mikwe im Haus Krämerbrücke Nr. 7 gehört. In der Mikwe nahmen jüdische Frauen ihre rituellen Bäder. In zwei Gehminuten gelangt man von der Alten Synagoge zur Mikwe. Der Jüdische Friedhof von Erfurt befindet sich in der Nähe des renovierten Steigerwald-Stadions in der Werner-Seelebinder-Straße 3. Im Innenhof der Alten Synagoge sind einige historische Grabsteine zu sehen, die vom alten, zerstörten Friedhof stammen. Die Kleine Synagoge An der Stadtmünze Nr. 4 ist heute eine erfüllt kulturelle Begegnungsstätte. Von der Alten Synagoge ist sie über die Michaelisstraße und die Rathausgasse in zwei Minuten zu erreichen.

Tipp: Die Jüdische Landesgemeinde hat ihren Sitz am Max-Cars-Platz. Dort befindet sich seit 1952 die Neue Synagoge. Sie ist die Einzige im Freistaat Thüringen.

Kennen Sie die Erfurter Puffbohnen?

Auf diese Bohne trifft der Besucher in Erfurt auf Schritt und Tritt. Die Puffbohne ist das knuddelige Maskottchen der Landeshauptstadt, charakterisiert das enge Verhältnis der Stadt zum fruchtbaren Umland und den Hang zu Pflanzen im allgemeinen. Diese Bohne ist das Synonym für einen echten Erfurter und verleiht einem örtlichen Kabarett großzügig ihren klangvollen Namen. Sie inspirierte einen lokalen Kochkünstler zum Schreiben eines Puffbohnen-Kochbuchs und zur Kreation ausgefallener Gericht mit der Puffbohne als Hauptakteurin. Eine erstaunliche Karriere hat die Puffbohne in Erfurt gemacht. Der Volksmund kennt sie unter recht schnöden Namen: Saubohne, Pferdebohne oder Dicke Bohne. Outet sich ein freundlicher Gastgeber als Erfurter Puffbohne, gehört er zu den hier Geborenen. Zugezogene und Auswärtsgeborene können diesen Status nicht erreichen. Die Liebe zur Bohne hat möglicherweise einen zweiten Grund: So soll die Ansiedlung Erfurts einst rund um die Zitadelle Petersberg die Gestalt einer Bohne besessen haben. Etwas näher an die wahre Geschichte und deren Hintergründe kommen die rund um Erfurt verstreut liegenden Küchendörfer. Sie wurden einst vom Bistum Erfurt zur Abgabe von Naturalien verpflichtet. Das nährstoffreiche Ackerland brachte reichlich Früchte hervor. Böse Zungen behaupten noch heute, dass die Menschen damals beim Passieren eines Puffbohnenfeldes dankbar den Hut zogen. Sie zollten ihren Pflanzen Tribut, denn diese waren die Quelle ihres Wohlstands. Augenzwinkernder Humor ist noch heute eine Stärke der Erfurter und er wird häufig mit einer Prise Understatement gewürzt.

Erfurter Messegelände und Egapark

Das moderne Messegelände der Landeshauptstadt hat sich im Südwesten Erfurts angesiedelt. Vom Anger erreichen die Besucher das Areal mit der Linie 2. In nur elf Minuten kommt man stressfrei zur Messe. Für Messegäste mit Fahrzeugen stehen am Zielort vier Parkplätze zur Verfügung. Je nach Transportbedarf und Personenaufkommen verkehrt die Sonderlinie 7 vom Hauptbahnhof zum Messegelände. Drei komfortabel ausgestattete Messehallen, das Congress Center und das Freigelände bieten reichlich Platz und den kompletten Service für Events, Kongresse, Ausstellungen, Messen und Präsentationen. Auf halbem Weg zur Messe liegt Erfurts Paradies für Pflanzenliebhaber. Im Jahr 2016 fanden über eine halbe Million Besucher den Weg zum Egapark an der Gothaer Straße. Die Messelinie 2 bringt die Besucher auch zum Egapark. Bewachte Parkplätze sind vorhanden. Die Schwerpunkte im Egapark lauten: Gartenwelt, Kinderwelt, Erlebniswelt. Das denkmalgeschützte Gesamtkunstwerk hat die stolze Größe von 36 ha und ist ein abwechslungsreicher Erlebnispark mit Gastronmie, Veranstaltungsräumen, Sternwarte und dem größten Kinderspielplatz Thüringens. Das Deutsche Gartenbaumuseum ist seit der Eröffnung der gigantischen Anlage im Jahr 1961 hier angesiedelt. An die Tradition des Färberwaids erinnert die historische Waidmühle. Ein Freilichttheater der Superlative bietet Platz für 3.100 Gäste und bis zu 1.000 Akteuren auf der Bühne. Edle Rosen, zarte Iris und schlanke Lilien haben im Egapark ihren eigenen, großzügig geschnittenen Bereich ebenso wie ein Japanischer Garten.

Das Andreasviertel und die Andreaskirche

Das Andreasviertel in unmittelbarer Nähe zum Domplatz hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten eine eindrucksvolle Wandlung erfahren. Heute ist das Quartier ein gepflegtes Kleinod mit einmaliger Ausstrahlung. Flaneure kommen voll auf ihre Kosten, denn beim Spaziergang durch das Andreasviertel treffen sie auf Einheimische und Besucher aus aller Welt. Originelle Lädchen und Cafés eifern um die Aufmerksamkeit der Passanten und alles geht mit einem angenehm entschleunigten Lebenstempo einher. Shoppingfans kommen in der nahegelegen Marktstraße ins Schwärmen. Seit dem 12. Jahrhundert bewacht die evangelische Pfarrkirche Sankt Andreas die Bewohner des gleichnamigen Viertels. Im Norden der Erfurter Altstadt gelegen ist das Viertel heute eine der begehrtesten Wohngegenden. So wechselhaft wie die Bau- und Rekonstruktionsgeschichte der Andreaskirche war auch die Geschichte der Häuser in dem Areal zwischen Andreasstraße, Pergamentengasse, Gera und den Überresten der Stadtmauer. Erwähnung in den Stadtdokumenten fand das heute zu neuer Schönheit erblühte Viertel an der Via Regia schon viel früher. Es waren eher die kleinen Leute, die hier in bescheidenen Fachwerkhäusern lebten. Handwerker, Färber, Kleinhändler und Wäscher gehörten dazu. Sie wirkten wie die legendären Heinzelmännchen im Hintergrund und sorgten für das Wohl der Zitadelle Petersberg und der Erfurter Bürger.

Der Kirchturm von Sankt Nikolai in der nördlichen Altstadt ist mit einer Höhe von 60 m der höchste unter den 77 Kirchengebäuden. Der Nikolaiturm und die nicht mehr existierende Kirche wurden im 14. Jahrhundert erbaut. Heute befindet sich im Ergeschoss des Turmes ein Kleinod Erfurts: die Elisabethkapelle. Die Kappelle wurde zu Ehren der Heiligen Elisabeth von Thüringen eingerichtet und ist mit ihren Wandmalereien aus dem Mittelalter eines der wertvollsten Kunst- und Kulturgüter der Stadt.

Die Zitadelle Petersberg

Erfurt PetersbergIn zehn Gehminuten erreicht der Besucher vom Domplatz aus startend über die Pertinistraße das Ensemble der Zitadelle. Wer den Aufstieg zum Petersberg macht, wird mit einem beeindruckenden Panorama reichlich belohnt. Forscher gehen davon aus, dass bereits fünf Jahrtausende vor Christi hier gesiedelt wurde. Der Petersberg hat eine Höhe von 231 m und erst im 17. Jahrhundert wurde die Zitadelle erbaut. Zum Ensemble Petersberg gehört auch die romanische Peterskirche. Das einstige Benediktinerkloster Sankt Peter und Paul aus dem 11. Jahrhundert wurde 1813 im Zuge von Belagerungen zerstört. Eine echte Hinterlassenschaft der Preußen ist die wieder belebte
Festungsbäckerei. In deren Räumen auf dem östlichen Festungsareal bäckt man köstliche Brote und vermietet die urige Location für Hochzeiten und andere Veranstaltungen. Der Petersberg mit der Zitadelle ist nicht nur bei Tageslicht interessant. Die Funzelführung beleuchtet die Unterwelt der Zitadelle und gewährt Einblick in die geheimnisvolle Seite des Petersbergs und seiner einstigen Bewohner.

Tipp: In der Grenadierwache am Peterstor informiert die täglich geöffnete Ausstellung über die Historie der Zitadelle.

Theater Waidspeicher und Kabarett „Die Arche“

Am Domplatz 18 hat sich das renommierte Puppenspieltheater in einem historischen Speider für Färberwaid niedergelassen. Rund 300 Stücke bringt das Ensemble jährlich auf die Bühne. Die Auswahl ist bestens durchdacht und spricht Besucher aller Altersklassen an. Die internationalen Puppenspielkünstler treffen sich im Erfurter Waidspeicher zum jährlichen Festival Synergura. Das Puppenspiel fahrender Gruppen war einst eine beliebte Abwechslung unserer Vorfahren. Sie traten auf den Märkten auf und zogen übers Land. Da Erfurt im Netzwerk internationaler Handelsstraßen reich mit Märkten gesegnet war, gehören die Puppenspieler schon sehr lange zum bunten Markttreiben. Mit dem Theater Waidspeicher hat das einst fahrende Volk Bühne und Heimat bekommen. Unter dem Dach des Waidspeichers unterhält auch das Kabarett „Die Arche“ seine Besucher. Der Thüringer ist dem spitzzüngigen Humor sehr zugetan. Mit einem Repertoire von acht bis zehn wechselnden Programmen steht das produktive Ensemble an 280 Tagen auf der Bühne.

Tipp: Wer eine ErfurtCard erworben hat, bekommt hier Rabatt.

Das Augustinerkloster

Erfurt AugustinerklosterMartin Luther befand Erfurt „reich an Türmen“. Zu seiner Studienzeit an der Theologischen Fakultät der Universität Erfurt (1501 bis 1505) existierten auf dem Stadtgebiet um die 40 Kirchen, deren Baustile und vor allem die Türme einander stark ähnelten. Nach dem erfolgreichen Studienabschluss als Magister trat Luther am 17. Juli 1505 in das örtliche Augustinerkloster ein. Zwei Jahre später erhielt er in der Kilianikapelle des Doms (Sankt Marien) die Priesterweihe. Das evangelische Augustinerkloster ist heute Luther-Gedenkstätte, Tagungszentrum und Herberge für Pilgerer. Es liegt rund 550 m von der Krämerbrücke und dem Wenigemarkt entfernt in der Augustinertstraße 10.

Tipp: Das Kloster mit der Luther-Zelle und der Daueraustellung „Bibel – Kloster – Luther“ lassen sich auf eigene Faust entdecken.

Wussten Sie schon?

Johann Wolfgang von Goethe war ein häufiger Gast der Stadt. Manche Quellen zählen um die 30 Besuche und andere mehr als 40. Einige Besuche waren eher Stippvisiten, denn der umtriebige Geheimrat reiste bekanntermaßen viel. Zwei Besuche ragen heraus. Er logierte 1808 im ehemaligen Weimarischen Geleitshaus in der Regierungsstraße 72. Das denkmalgeschützte Gebäude wird heute von der Thüringischen Staatskanzlei genutzt. Goethe traf anlässlich des Erfurter Fürstenkongresses vom 29. September bis 14. Oktober 1808 Napoléon Bonaparte in der Statthalterei der Kurmainzer . Das Gebäude befindet sich an der Ecke Regierungsstraße / Meister-Eckehart-Straße. Der Dichterfürst soll seinen Wein aus Erfurt bezogen haben und ganz nebenbei auch die Inspiration zum Faust.Thüringen Erfurt Ferienwohnung

Zoopark und Aquarium

Der Erfurter Zoopark liegt im Norden der Landeshauptstadt. Das Areal hat die stattliche Größe von 63 ha und gehört zu den beliebten Ausflugszielen der Erfurter. Die Stadtbahnlinie 5 und der Stadtbus Nr. 30 bringen die Besucher in das grüne Tierparadies. Etwa auf dem halben Weg vom Anger zum Zoopark Erfurt hat das Aquarium des Zoos in der Nettelbeckstraße sein Quartier. Wer dem Paletten-Doktorfisch Dorie und anderen Wasserbewohnern einen Besuch abstatten möchte, kommt mit den Stadtbahnlinien 1 und 5 schnell ans Ziel (Haltestelle Wendenstraße).

Tipp: Auch hier gibt es Rabatt mit der ErfurtCard.

Dom Sankt Marien, Kirche, Sankt Severi, Domplatz und Domstufen

Thüringen Erfurt Dom Domplatz

Blick vom Domplatz auf den Dom in Erfurt in Thüringen

Der Blick vom Domplatz hinauf zu den erhabenen Bauten beeindruckt jeden Besucher. Dom, Kirche und die 70 Stufen hinauf sind 700 Jahre Geschichte in Stein gehauen und von Menschenhand erschaffen. Man braucht schon etwas Glück, um den Klang der legendären Gloriosa zu erleben. Das Hauptgeläut des Erfurter Doms erklingt an hohen kirchlichen Feiertagen. Die sechs Stimmen der Gloriosa haben das Recht als erstes Geläut Erfurts zu erklingen. Das regelt die Erfurter Läuteordnung, die den anderen Glocken erst ein späteres Einstimmen erlaubt. Außerhalb der Gottesdienste haben Besucher jederzeit Zutritt. Die Gloriosa empfängt ihre Gäste von April bis Oktober, während im Dom täglich Führungen angeboten werden.

Tipp: Die Dominformation steht virtuell unter dominformation@domberg-erfurt.de zur freundlichen Verfügung. Unter der selben Adresse gibt es die Informationen zur katholischen Kirche Sankt Severi.
Extratipp: Die legendäre Domtreppe wird jedes Jahr im Hochsommer zum perfekten Ort für die Domstufen-Festpiele. Große Werke von Verdi, Puccini und Carl Maria von Weber werden vor der großartigen Kulisse über knapp drei Wochen aufgeführt. Informationen unter www.domstufen.de.

In der Mitte Deutschlands feiern die Menschen mit Tradition und Herz

Erfurt WeihnachtsmarktNeben dem Krämerbrückenfest und den Domstufen-Festspielen zieht vor allem der wunderschön illuminierte Erfurter Weihnachtsmarkt mit über 200 Buden und Büdchen Scharen von Besuchern an. Viel Platz räumen die Erfurter dem Weihnachtstreiben ein. Vom malerischen Domplatz mit Dom,Treppe und Severikirche bis zum Fischmarkt und der Schlösserbrücke über den Anger bis hin zum Willy-Brandt-Platz zaubert eine traumhafte Weihnachtswelt großen und kleinen Besuchern ein Lächeln ins Gesicht. Der Besucher findet hier originelle Geschenke aus handwerklicher Herstellung, bezaubernden Baumschmuck aus den Werkstätten Südthüringens und des benachbarten Erzgebirges und jede Menge unwiderstehlicher Köstlichkeiten für den bunten Weihnachtsteller oder zum sofortigen Verzehr. Die historische Kulisse Erfurts ist der perfekte Rahmen für diesen besonders stimmungsvollen Weihnachtsmarkt, der alle Sinne anspricht. In Erfurt schätzt man wie im gesamten Thüringer Land den leiblichen Genuss. Zu den verführerischen Delikatessen der Vorweihnachtszeit zählen die Erfurter Schittchen. Auf dem Weihnachtsmarkt trifft der Besucher garantiert auf diese Spezialität.

(Erfurter Weihnachtsmarkt von ThüringenTourismus)

Für die Erfurter ist das Schittchen das einzig wahre Weihnachtsgebäck, zumal es hier bereits vor dem berühmten Dresdner Stollen gebacken wurde. Die Namensgebung geht auf einen kleinen Holzscheit zurück, der auch als Scheitchen bezeichnet wird. Die Laiber des Weihnachtsgebäcks erhalten mittig einen länglichen Schnitt, in dem sich nach dem Backen und der Behandlung mit Butter und Puderzucker die süße Verführung konzentriert. Und nirgends schmeckt das Schittchen so gut wie hier!

Wie wäre es mit einem Abstecher?

Das facettenreiche Erfurt bietet seinen Besuchern viel Interessantes, jeglichen Komfort und Zerstreuungen für jeden Geschmack. Doch der Aufenthalt in der Landeshauptstadt macht Geschmack auf noch mehr Thüringen. Wer in Erfurt mehr als zwei oder drei Tage verbringt, kann seinen Radius mit einem Tagesausflug erweitern:

– 50 km sind es bis zur Universitätsstadt Jena.
– Nur 25 km entfernt liegt das Kleinod Weimar.
– Von Erfurt nach Gotha beträgt die Entfernung ebenfalls 25 km.
Eisenach und die Wartburg empfangen nach einer Reise über 72 km.
– Zum Kammweg Rennsteig geht es via Oberhof. Die Distanz beträgt 62 km.

Wussten Sie schon?

Von Erfurt nach Paulinzella lässt es sich auf dem Jakobsweg auf rund 50 km trefflich pilgern. Die Pilgertour mit der Muschel beginnt im Erfurter Stadtteil Bischleben-Stedten und trägt den Namen „Auf den Spuren starker Frauen“. Gewidmet ist dieser Abschnitt der Heiligen Elisabeth von Thüringen, der Heiligen Walburga und der Seligen Paulina.

Noch mehr Tipps für die Landeshauptstadt Erfurt und interessante Eindrücke gibt es hier auf 22Places.

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