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Tauchen in der Bleilochtalsperre

Die Bleilochtalsperre ist eine Talsperre in Thüringen, welche die Saale anstaut. Sie wurde ursprünglich nach den Bleilöchern, die sich vor der Anstauung dort befanden und in denen damals Blei abgebaut wurde, benannt und ist gleichzeitig der Stausee mit dem größten Fassungsvermögen in ganz Deutschland. Weiterhin ist die Bleilochtalsperre ein Teil der rund 90 km langen, fünfmal gestuften Saale-Kaskade. Etwas abwärts der Saale befindet sich der Hohenwartestausee. Die Bleilochtalsperre weist eine Fläche von rund 9,2 km² auf, allerdings schwankt die Größe je nach Jahreszeit und Wasserpegel. Nicht nur für Badegäste und für Bootsausflügler, sondern auch für Taucher zählt die Bleilochtalsperre daher zu den beliebtesten Tauchspots überhaupt. Viele interessante Plätze machen das Abtauchen zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Die schönsten Tauchspots an der Bleilochtalsperre

Die Wohnwagenbucht, welche sich gegenüber von der Schwarzen Wand befindet, ist für Taucher ein ganz besonderes Highlight: Mit ihren riesigen Fischschwärmen von Zandern, Aalen, Barschen, Plötzen und vielen anderen Arten bietet sie ein einzigartiges Taucherlebnis. Erreichen lässt sich die Wohnwagenbucht mit dem Boot von der Küste aus innerhalb 15 Minuten.

Ebenfalls einen Tauchausflug wert ist zudem der Hermannsfelsen. Hier befindet sich ein etwa 6 m langes Wrack eines Stahlboots, auch zahlreiche Baumstämme gestalten den Tauchgang interessant. Dort leben unter anderem Karpfen, Welse, Zander und andere, zum Teil sehr große, Fische.

Beachtet werden sollte allerdings auch, dass manche Tauchplätze nur mit einer speziellen Sondergenehemigung oder auch ausschließlich in Begleitung der Basen besucht werden können. Für die oben genannten Tauchplätze sowie auch für die meisten anderen Bereiche der Bleilochtalsperre ist keine extra Genehmigung erforderlich – bei manchen jedoch schon. Daher sollte man sich vor Ort am besten erkundigen.
Füllstationen für die Sauerstoffflasche sind in vielen Bereichen des Ufers vorhanden.

Wichtige Infos & besondere Tauchplätze in der Bleilochtalsperre

Ein ganz besonderer Tauchspot, für den jedoch die Begleitung von Tauchbasen erforderlich ist, ist die Linkenmühle. Dort gibt es die alte und die neue Brücke, welche beide unter Wasser liegen, zu entdecken. In einer Tiefe von rund 12 m befindet sich zunächst die alte Brücke mit einem prächtigen Rundboden. Die neue Brücke, welche im Jahr 1945 gesprengt wurde, ist nur noch teilweise vorhanden. Zwei Brückenpfeiler sowie auch loses Brückenmaterial gestalten den Tauchgang äußerst spannend. Dieser Sport eignet sich allerdings eher für erfahrene Taucher, es kann bis zu einer Tiefe von 25 m abgetaucht werden. Darüber hinaus bietet die Linkenmühle eine große Artenvielfalt an Meeresbewohnern: Zander, Welse und sehr viele Krebse tummeln sich rund um die Brückenpfeiler und geben einen Einblick in die natürliche Unterwasserwelt der Bleilochtalsperres.

Erreicht werden kann die Linkenmühle am einfachsten mit dem Boot von Land aus, sie befindet sich in rund 50 m Entfernung vom Ufer. Taucher sollten dennoch unbedingt auf den dort verkehrenden Fährverkehr Acht geben!


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