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Weimar

Die Kulturhauptstadt Weimar

Im thüringischen Weimar leben heute gut 64.000 Einwohner. Noch heute wird die Stadt als Klassikerstadt bezeichnet. Weimar war im Jahr 1999 die Kuturhauptstadt von Europa. Derzeit stehen die Feierlichkeiten für 100 Jahre Bauhaus an.

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Klassisches Weimar – Auf den Spuren von Goethe, Schiller und Co.

Weimar war einst die Heimat berühmter Persönlichkeiten. Dazu gehörten nicht nur Goethe oder Schiller, sondern beispielsweise auch der Theologe Herder oder die Fürstin Anna Amalia. Noch heute zeugen viele Gebäude von der glorreichen Vergangenheit Weimars. Elf davon stehen gemeinsam auf der Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten. Zum „Klassischen Weimar“ zählen unter anderem:

Schloss und Schlosspark Tiefurt

Der Sommersitz von Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar-Eisenach lädt die Besucher heute zum Flanieren ein. Im Inneren des Schloss hat man außerdem die Möglichkeit, in die Geschichte einzutauchen. Wer wissen will, wie eine Herzogin ihren Sommer verbracht hat, sollte sich einen Besuch von Tiefurt nicht entgehen lassen.

Park an der Ilm

In der pittoresken Parkanlage haben Sie Gelegenheit für ausgedehnte Spaziergänge. Außerdem sehen Sie Goethes Gartenhaus und das Römische Haus.

Goethes Wohnhaus

In dem Haus am Frauenplan verbrachte der „Dichterfürst“ seine Zeit von 1788 bis 1789. Nach seiner Italienreise schrieb er dort unter anderem auch an seinen „Römischen Elegien“.

Außerdem zählen zum „Klassischen Weimar“ Schillers Wohnhaus, das Wittumspalais, das Stadtschloss, Schloss Belvedere, Schloss Ettersburg und der Historische Friedhof Weimar.

Das dunkle Kapitel der Geschichte – Gedenkstätte Buchenwald

Traurige Berühmtheit erlangte Weimar zwischen 1937 und 1945. Im Konzentrationslager Buchenwald – über den Toren der einstigen Klassikerstadt – verloren etwa 56.000 Menschen ihr Leben. Sie waren den Nationalsozialisten zum Opfer gefallen. Heute haben Sie in der Gedenkstätte Buchenwald die Gelegenheit, mehr über diese dunkle Kapitel der Weimarer Geschichte zu erfahren.

100 Jahre Bauhaus in Thüringen

Mit dem Bauhaus hielt die Moderne Einzug in die Architektur. 1919 von Walter Gropius in Weimar gegründet, entwickelte sich die Kunsthochschule innerhalb weniger Jahre zu einer der einflussreichsten Bildungsstätten des 20. Jahrhunderts. 2019 findet ihr 100-jähriges Gründungsjubiläum statt, begleitet von zahlreichen Veranstaltungen in fast allen Teilen Deutschlands, vor allem aber in Thüringen, wo das Bauhaus seinen Ursprung hat. Wer auch nur ein flüchtiges Interesse an Architektur und der Kunst und des Designs des 20. Jahrhunderts hat, sollte sich dieses einzigartige Jubiläum nicht entgehen lassen. Der Bauhaus Verbund versprechen ein Jubiläum in bester Bauhaus Tradition: „experimentell, viellgestaltig, transnational und radikal zeitgemäß“ soll es werden.

Die Bedeutung des Bauhauses

„Die Welt neu denken“ lautet das Motto des 100-jährigen Bauhaus Jubiläums. Das war es auch, was Architekt und Bauhaus-Gründer Walter Gropius mit seinen Kollegen und Studenten in der 1919 gegründeten Einrichtung praktizierte. Die zunächst im thüringischen Weimar ansässige Kunsthochschule stellte eine Bildungsstätte vollkommen neuen Typs dar – ein Ort, der Kunst und Handwerk zusammenführte und so zur wohl prägendsten Bildungsstätte im Bereich der Architektur des 20. Jahrhunderts werden sollte. Auch auf allen anderen Gebieten der freien und angewandten Kunst beeinflusste das Bauhaus die Avantgarde und ist heute als Sinnbild der Klassischen Moderne auf der ganzen Welt bekannt – bis hin zur Anerkennung als UNESCO-Welterbe.

Obwohl das Bauhaus insgesamt nur 14 Jahre Bestand hatte, bis nämlich der Nationalsozialismus seinen Ideen und Konzepten ein Ende bereitete, war der Siegeszug seiner Prinzipien nicht aufzuhalten. Im Zentrum des Schaffens stand stets die Revolution des Alltags, die Frage nach Wohnen und Zusammenleben, die das Bauhaus nicht nur in der Theorie, sondern vor allem auch in der Praxis zu beantworten versuchte. Bis in die Gegenwart wirken die Ideen der Kunstschule nach und haben an Aktualität nichts eingebüßt: Im Angesicht zeitgenössischer gesellschaftlicher Herausforderungen wie Nachhaltigkeit, Bevölkerungswachstum und Bevölkerungswandel, erscheinen ihre Ziele und Lösungsansätze heute mindestens so dringlich wie damals.

Die Feierlichkeiten in Thüringen

Mit den Bauhaus Feierlichkeiten steht eines der attraktivsten kulturellen Jubiläen der kommenden Jahre bevor. Partner aus Deutschland und der Welt laden ein, die historischen Zeugnisse des Bauhauses zu entdecken und seine Bedeutung für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verstehen zu lernen. Zentrum der Bauhaus Feierlichkeiten in Thüringen ist Weimar, wo die Einrichtung 1919 ihre Arbeit aufnahm, bis sie 1925 nach Dessau umzog.

Bereits zum Jubiläumsauftakt 2017 darf in Weimar eine große Zahl einstiger Wirkstätten des Bauhauses und seiner Vorläufer besichtigt werden: Das von Henry van de Velde erbaute Atelier der Kunsthochschule etwa, in dem sich heute die Weimarer Bauhaus-Universität befindet, und das sogenannte Haus am Horn von Georg Muche – ein Versuchshaus, das aus Anlass der ersten Bauhaus Ausstellung 1923 errichtet wurde. Neben diesen UNESCO-Welterbestätten können kann auch das Haus Hohe Pappeln und das Nietzsche-Archiv besichtigt werden. Im Bauhaus-Museum, für das bis 2019 ein Neubau entsteht, befindet sich zudem die weltweit älteste, von Walter Gropius autorisierte Bauhaus-Sammlung. Darüber hinaus präsentiert ebenfalls bereits 2017 die Klassik Stiftung Weimar im Neuen Museum ihre Ausstellung „Wege aus dem Bauhaus – Gerhard Marcks und sein Freundeskreis“. Vom 17. August bis zum 5. November 2017 soll diese Ausstellung eine neue und überraschende Perspektive auf den Künstlerkreis um den Bilderhauer, Grafiker und Bauhaus-Meister eröffnen.

Im zu Weimar gehörenden Ortsteil Gelmeroda warten untrennbar mit dem Bauhaus verbundene Denkmale auf ihre Besichtigung: Die dortige Dorfkirche war ein zentrales Motiv in den Werken des Bauhaus-Meisters Lyonel Feiniging und erlangte als Titelblatt des Bauhaus-Programms internationale Berühmtheit. In Jena befinden sich unterdessen die von Walter Gropius entworfenen Häuser Auerbach und Zuckerkandl, in Dornburg die ehemalige Bauhaus-Töpferei, und in Probstzella das „Haus des Volkes“ von Alfred Arndt, mitsamt einer vollständig in den Werkstätten des Bauhaus konzipierten Innenausstattung.

Für das eigentlich Jubiläumsjahr 2019 sind in Weimar, Dessau und Berlin insgesamt drei große Jubiläumsschauen geplant. Jene der Klassik Stiftung Weimar soll im April 2019 eröffnen, im dann fertiggestellten Neuen Bauhaus Museum Weimar. „Schnittpunkte. 100 Jahre Bauhaus – Moderne – Gegenwart“, wie der Titel der Ausstellung lautet, möchte die Gründung des Bauhauses im größeren Kontext der Moderne betrachten und dieser Betrachtung zugleich das spezielle historische Umfeld Weimars entgegenstellen. Eine weitere Ausstellung soll die Arbeiten heutiger Studenten der Bauhaus-Universität mit Werken verbinden, die am historischen Bauhaus entstanden.

Eine ideale Gelegenheit, Thüringen zu entdecken

Die Ideen und Konzepte des Bauhaus gelten als wichtigster kultureller Exportartikel Deutschlands im vergangenen Jahrhundert – und in Thüringen hat die Bewegung ihren Ursprung. Das 100-jährige Bauhaus Jubiläum ist daher nicht nur ein Muss für alle an der kulturellen Entwicklung der Moderne Interessierten, sondern auch ein hervorragender Anlass, Thüringen zu entdecken. Schon im Vorfeld wird in der einstigen Europäischen Kulturhauptstadt Weimar ein umfangreiches Programm geboten, das Bauhaus-Experten und interessierte Laien gleichermaßen faszinieren wird. Als Wiege der Bauhaus-Bewegung sind der Freistaat Thüringen und Weimar im Speziellen zentrale Orte des Bauhaus Jubiläums 2019. Höhepunkt der Feierlichkeiten wird hier die Eröffnung des Bauhaus Museums zu Weimar sein, wo ab 2019 nicht nur der historische Bauhaus-Bestand vorgestellt wird, sondern auch andere bedeutende Werke der internationalen Designgeschichte.

Bis 2019 sollen neben den bereits genannten noch zahlreiche weitere Veranstaltungen das Programm ergänzen, sodass sich ein erneuter Blick auf die Veranstaltungskalender des Bauhaus Verbundes stets lohnt.


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